Abschlussprüfung an Realschulen in Baden-Württemberg

 

Allgemeine Informationen

Die schriftliche Prüfung am Ende von Klasse 10 erstreckt sich auf die Fächer Deutsch, Mathematik und die Pflichtfremdsprache (Englisch oder Französisch).
In der Pflichtfremdsprache wird im ersten Halbjahr der Klasse 10 eine mündliche Prüfung durchgeführt (EuroKomPrüfung). Sie zählt soviel wie die übrigen Prüfungsleistungen in der Pflichtfremdsprache.
Die fächerübergreifende Kompetenzprüfung besteht aus einer Präsentation zu einem bestimmten Thema (mindestens zweier Fächer oder Fächerverbünde) und einem daran anknüpfenden Prüfungsgespräch (Gruppenprüfung mit individueller Notengebung: eine Schülergruppe umfasst drei bis fünf Schüler).
Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf Wunsch des Schülers auf die Fächer der schriftlichen Prüfung (hierüber kann auch vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses entschieden werden).

 

 

Kurzinformation über die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung

Vorgaben

Die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung ist eine besondere Prüfungsform, die die Realschule von anderen Schularten unterscheidet.  
Es handelt sich um eine mündliche Prüfung, die alle Schülerinnen und Schüler der Realschule in Gruppen ablegen. Eine Schülergruppe umfasst in der Regel drei bis fünf Schülerinnen und Schüler. Inhalt der Fächerübergreifenden Kompetenzprüfung ist ein von Jugendlichen selbst gewähltes und bearbeitetes Thema, das sich auf die Kompetenzen und Inhalte der Klassen 9 und 10 zweier Fächer oder Fächerverbünde oder eines Faches und einem Fächerverbund bezieht. Fächerübergreifende Themen sind z. B. „Brücken und Parabeln“ (Mathematik und Kunst), „Bionik – der Natur abgeschaut“ (NWA und Technik) oder „Der Wandel der Esskultur“ (MuM und Deutsch). Für die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung erstellen die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld eine Dokumentation. Die Prüfung besteht aus einer Präsentation zu dem gewählten Thema und einem daran anknüpfenden Prüfungsgespräch.

Ziel

Ziel der Fächerübergreifenden Kompetenzprüfung ist, dass Schülerinnen und Schüler im Team eine komplexe Fragestellung projektorientiert bearbeiten und ihre Ergebnisse dokumentieren, präsentieren und reflektieren. Diese Arbeitsweise erfordert neben fundierter Fachkompetenz auch die Fähigkeit, im Team zusammen zu arbeiten.

Ablauf

Zu Beginn des 10. Schuljahres finden sich Gruppen von drei bis fünf Schülerinnen und Schülern. Jede Gruppe formuliert ihr Thema und reicht dieses bis zu den Herbstferien ein.
Die Schulleitung genehmigt das Thema nach Beratung in der Stufenkonferenz der Klasse 10 und weist den Schülergruppen nach den Herbstferien zwei Fachlehrkräfte der beteiligten Fächer der Klassenstufe 10 zur Beratung und Begleitung zu. Diese Lehrkräfte nehmen dann auch die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung ab.
Das Thema wird in den Gruppen im Verlauf des 10. Schuljahres projektorientiert erarbeitet. Zusätzlich steht eine intensive Phase von ca. drei Wochen im Anschluss an die Bekanntgabe der Jahresleistungen zur Verfügung. Die Gruppe erstellt während der Erarbeitung eine schriftliche Dokumentation, die rechtzeitig vor der Prüfung abgegeben wird.

Prüfung

Prüfungsgegenstand ist die Präsentation und das sich daran anschließende Gespräch auf der Grundlage der vorgelegten Dokumentation. Die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung wird als Gruppenprüfung durchgeführt, wobei jede Schülerin bzw. jeder Schüler eine individuelle Note erhält.
In begründeten Ausnahmefällen kann mit Genehmigung des Schulleiters die Fächerübergreifende Kompetenzprüfung auch in einer kleineren Gruppe oder als Einzelprüfung abgenommen werden (z. B. bei Krankheit).
Die Prüfungszeit beträgt für jeden Prüfling etwa 15 Minuten, wobei die zeitlichen Anteile von Präsentation und Prüfungsgespräch annähernd gleich sind. Die Präsentation kann schriftliche, mündliche und praktische Leistungen enthalten. Neben der Gruppenpräsentation wird jede Schülerin bzw. jeder Schüler mündlich zur übergreifenden Thematik geprüft. Das Prüfungsgespräch bezieht sich auf das gewählte Thema, aber auch darüber hinaus auf weitere, vorwiegend aus den Klassen 9 und 10 stammende Kompetenzen und Inhalte der betroffenen Fächer oder Fächerverbünde.

Zusammenfassung wichtiger Grundsätze für die Durchführung der Fächerübergreifenden Kompetenzprüfung:

 

  • Die Themen werden von den Schülern gewählt und vom Schulleiter genehmigt.
  • Die Themen müssen zwei Fächer bzw. Fächerverbünde abdecken und auf die Bildungsstandards Klasse 10 bezogen sein.
  • Das Thema erscheint im Zeugnis. Die Außenwirkung ist mit zu bedenken.
  • Die Themenwahl erfolgt bis zu den Herbstferien.
  • Eine Schülergruppe besteht in der Regel aus 3 - 5 Schülern.
  • Es bleibt beim zeitlichen Ablauf: Bildung der Gruppen am Anfang Klasse 10.
  • 2 Lehrkräfte begleiten und beraten (!) die Schülergruppe.
  • Die Prüflinge sollen ihre Vorträge nicht vom Blatt ablesen.
  • Die Prüfungsverordnung wird nicht geändert.
  • Es bleibt bei 3 Prüfungsmitgliedern.
  • Es bleibt bei der ganzen Note.
  • Es wird keinen landeseinheitlichen Themenkatalog geben.

Quelle: http://www.schule-bw.de/schularten/realschule/pruefungen/realabschlusspruefung/rap07/

 

Abschlussprüfung Mathematik

 

Ab dem Schuljahr 2008/09 dürfen auf dem Landesbildungsserver leider keine Prüfungsaufgaben mehr veröffentlicht werden!

Was ändert sich in der schriftlichen Prüfung Mathematik ab 2008?

Die schriftliche Prüfung im Fach Mathematik besteht aus zwei Teilen:

Teil 1: Pflichtbereich
Teil 2: Wahlbereich

Die Arbeitszeit beträgt 180 Minuten. Insgesamt können 50 Punkte erreicht werden, wobei 30 Punkte auf den Pflichtbereich und 20 Punkte auf den Wahlbereich entfallen. Das Anspruchsniveau und der Umfang (inhaltlich wie zeitlich) entsprechen der bisherigen Prüfung. Durch Erhöhung der Gesamtpunktzahl von 33 auf 50 Punkte wird eine größere Flexibilität in der Beurteilung möglich.
Die Benutzung einer in der Schule eingeführten Formelsammlung, eines nicht programmierbaren elektronischen Taschenrechners sowie die Verwendung von Parabelschablone und Zeichengeräten sind erlaubt.
Die Aufgaben, die sowohl innerhalb des Pflichtbereichs als auch des Wahlbereichs gestellt werden können, folgen den Leitideen des Bildungsplans, dabei werden die Leitgedanken zum Kompetenzerwerb berücksichtigt. Die Aufgaben werden in den Feldern Algebra, Funktionen, Stereometrie, Trigonometrie und Sachrechnen gestellt. Diese Inhalte der bisherigen Abschlussprüfung werden gemäß dem Bildungsplan durch Aufgaben aus dem Bereich „Daten und Zufall“ ergänzt. Die Schulen erhalten im Herbst 2006 Beispielaufgaben zu „Daten und Zufall“. Sie beschreiben den Erwartungshorizont und unterstützen, dass die Schülerinnen und Schüler auf die Prüfung 2008 gut vorbereitet sind.    

1. Pflichtbereich

Der Pflichtbereich umfasst sechs bis acht Aufgaben. Es sind alle Aufgaben zu bearbeiten. Im Pflichtbereich werden Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten sowie grundlegende Lösungsstrategien geprüft.

2. Wahlbereich

Der Wahlbereich umfasst drei bis vier Aufgaben. Es sind zwei der drei von der Fachlehrkraft ausgewählten Aufgaben zu bearbeiten. Bearbeiten die Schülerinnen und Schüler mehr als zwei Aufgaben, werden die beiden besten gewertet. Die Aufgaben des Wahlbereichs stellen erhöhte Ansprüche bezüglich der Lösungsstrategien und Begründungen.

Ab dem Schuljahr 2008/09 dürfen auf dem Landesbildungsserver leider keine Prüfungsaufgaben mehr veröffentlicht werden.

 

Quelle: http://www.schule-bw.de/schularten/realschule/pruefungen/realabschlusspruefung/mathe/

 

Abschlussprüfung Deutsch

 

Ganzschrift Deutsch

 

Abschlussprüfung 2018

Die Aufgabe 4 „Produktiver Umgang mit Texten“ bezieht sich auf eine Ganzschrift.

Die Ganzschrift für die Prüfung 2018 ist 

„Meine Schwester Sara“ von Ruth Weiß

oder alternativ

„Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht.

Bei der Prüfung wird den Schülerinnen und Schülern nur die von der Schule ausgewählte Ganzschrift sowie die dazu passende Aufgabe 4 ausgeteilt.

Zur Vorbereitung der Abschlussprüfung 2019

Die Ganzschrift für die Prüfung 2019 ist

„Mano – Der Junge, der nicht wusste, wo er war“ von Anja Tuckermann

oder alternativ

„Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury.

 

Rahmenthema Deutsch

 

Die Aufgabe 3 „Texte lesen, auswerten und schreiben“ hat als Rahmenthema

„Flüchtlinge bei uns – Aufgabe und Chance für alle Beteiligten?!“

Dies ist die dazu gehörende Mindmap.

Zur Bearbeitung der Aufgabe 3 „Texte lesen, auswerten und schreiben“ dient die Mindmap und das selbst erstellte Kompendium. Texte aus dem Kompendium, aus denen Textstellen wörtlich übernommen werden oder auf die verwiesen wird, müssen dem Prüfungsaufsatz beigelegt werden.

Zur Vorbereitung der Abschlussprüfung 2019

Die Aufgabe 3 „Texte lesen, auswerten und schreiben“ hat als Rahmenthema 2019

„Umgangsformen – nur Relikte aus früheren Zeiten?“

Zur Vorbereitung und Spurung des Themas dient diese Mindmap.

 

Quelle: http://www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Schule/Ganzschrift+Deutsch+2018

 

Abschlussprüfung Pflichtfremdsprache

Die schriftliche Prüfung in der Pflichtfremdsprache besteht aus den Teilbereichen:
• textorientierte Aufgaben (Aufgabenteil A),
• kontextbezogene Aufgaben zu Wortschatz und grammatischen Strukturen (Aufgabenteil B),
• themengebundene Sprachproduktion (Aufgabenteil C),
• sowie Anwendung erworbener Arbeitstechniken und methodischer Fertigkeiten (Aufgabenteil D).

Im Aufgabenteil C1 und C2 (Creative Writing / Expression dirigée) soll die Schülerin / der Schüler nachweisen, dass sie / er in der Lage ist, ein Thema in einem vorgegebenen Textumfang darzustellen.
Im Aufgabenteil C1 wird ein Textumfang von ca. 60 Wörtern erwartet. Bei einer Abweichung (weniger als 50 bzw. mehr als 80 Wörter) ist ein Punktabzug entsprechend folgender Tabelle vorzunehmen:

Wortzahl C 1

Punktabzug

ab 49 / 81

1,5

ab 39 / 91

3

ab 29 / 101

4,5

ab 19 / 111

6

ab 9 / 121

7,5

ab 0 / 131

9

Im Aufgabenteil C2 wird ein Textumfang von ca.120 Wörtern erwartet. Bei einer Abweichung (weniger als 100 bzw. mehr als 160 Wörter) ist ein Punktabzug entsprechend folgender Tabelle vorzunehmen:

Wortzahl C 2

Punktabzug

ab 99 / 161

1,5

ab 89 / 171

3

ab 79 / 181

4,5

ab 69 / 191

6

ab 59 / 201

7,5

ab 49 / 211

9

ab 39 / 221

10,5

ab 29 / 231

12

ab 19 / 241

13,5

ab 9 / 251

15

ab 4 / 261

16,5

ab 0 / 271

18

Die Schülerinnen und Schüler sind rechtzeitig vor der Prüfung über die noch zulässige Abweichung vom jeweiligen Textumfang zu informieren und darüber zu unterrichten, dass bei darüber hinausgehender Abweichung ein gestaffelter Punktabzug vorgenommen wird.

Insgesamt stehen den Schülerinnen und Schüler für die schriftliche Prüfung 120 Minuten Bearbeitungszeit zur Verfügung.
In der schriftlichen Prüfung darf kein Wörterbuch verwendet werden.

 

Nachtermine

Nach der schriftlichen Prüfung ist dem zuständigen Staatlichen Schulamt mitzuteilen, wie viele Aufgabensätze in den einzelnen Fächern für den Nachtermin benötigt werden.

 

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