Am 29.März 2017 hatten wir, die Klassen 9a und 9c, die Ehre den Landtagsvizepräsident Herr Wilfred Klenk (CDU) im Rahmen der Initiative „Besuch vom Landtag“ zu empfangen. Dabei hatten alle Fraktionen im Landtag die Möglichkeit, ihre Parteien durch einen Abgeordneten in den Schulen zu vertreten. Leider war das Interesse dafür nicht sehr groß. Nur die AFD wurde durch Herrn Stauch vertreten. Um 11 Uhr wurde Herr Klenk er von unserer Schulleiterin Frau Kalbfell und unserem EWG Lehrer Herr Knisel begrüßt. Anschließend haben die zwei Schülerinnen Maraica Hermann und Ilda Tabakovic der Klasse 9c Herrn Klenk und die anwesenden Schüler begrüßt und den Ablauf der zwei Unterrichtsstunden erklärt.

Daraufhin präsentierte Herr Klenk seine Arbeit im Landtag, die Aufgaben eines Vizepräsidenten sowie seine Person. Er leitet hauptsächlich die Debatten im Landtag und zog als Vergleich die Arbeit von Frau Kalbfell heran. Zu seinem Aufgabenbereich gehören demnach auch Tätigkeiten wie sekundenschnelle Entscheidungen zu treffen und sich mit seiner Kollegin, der Landtagspräsidentin  Frau Aras, auszutauschen. Diesen Beruf übt er seit der Landtagswahl 2016 aus. Davor war er fünf Jahre Landtagspräsident. Aber für Politik interessiert er sich schon seit der Schulzeit als Klassensprecher. Danach teilte er uns weitere Informationen über sein Leben mit wie beispielsweise sein soziales Engagement und sein Einsatz im Gemeinderat.

Anschließend folgte eine Fragerunde. Dort stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen, die sie im Unterricht vorbereitet hatten, an die beiden anwesenden Politiker. Dabei stand besonders Herr Klenk als Vizepräsident des Landtags im Fokus. Es wurden Fragen über seine persönlichen Interessen, über die aktuellen Themen wie Flüchtlingskrise, Erdogan, Stuttgart 21 und Feinstaub in Stuttgart gestellt sowie einige private Fragen nach dem Gehalt, Hobbies, etc., die vor allem die Schüler beschäftigten. Die Lehrerinnen und Lehrer waren ebenfalls in so manche heiße „Diskussion“ verwickelt. Wir hatten immer das Gefühl, dass Herr Klenk uns sehr ehrlich, offen und neutral antwortete. Ebenfalls stellte er Themen aus mehreren Perspektiven dar, um uns so manche Frage besser erklären zu können. Oft brachte er den Slogan Weitsicht statt Kurzsicht mit in seine Erklärung hinein, womit er meinte, dass wir vorrausschauend denken sollten beziehungsweise was uns in der Zukunft ebenfalls noch etwas bringt, statt nur auf morgen hinzuarbeiten.
Nach ausführlichen Erklärungen und mehreren Fragen gingen die zwei Stunden wie im Fluge vorbei und das Ende rückte immer näher.

Am Ende traten die zwei Moderatorinnen der Klasse 9c ein letztes mal hervor und Herr Klenk wurde mit einem Geschenk der Schule verabschiedet und wir bedankten uns nochmals herzlich für die ausführlichen Erklärungen sowie für die Zeit die er für uns mitgebracht hatte.
Zum krönenden Abschluss wurde noch ein Foto von Herr Klenk, Herr Stauch und uns Schülern mit Lehrern gemacht. Nach dem offiziellen Teil führten manch Mutige und Interessierte noch ein kurzes Gespräch mit Herr Klenk persönlich.

 

Beate Müller-Gemmeke steht Schüler/innen der GMR Rede und Antwort

Am 18.Juli war Beate Müller-Gemmeke zu Besuch an der Gustav-Mesmer-Realschule und stand den Klassen 9c+d Rede und Antwort.

Normalerweise laden die Schulleitung oder Lehrer/innen Gäste an die Schule ein, doch dieser Besuch kam durch einen Schüler zustande. Enes Sülün (Kl. 9d) knüpfte auf einer Party Kontakte, die zum Besuch der Bundestagsabgeordneten Beate Mülle-Gemmeke führten. EWG Lehrerin Karen Marenke war darüber begeistert und übernahm die restliche Organisation.

Zu Beginn berichtete Frau Müller-Gemmeke über ihren beruflichen Werdegang. So studierte sie nach ihrer Ausbildung als Erzieherin Sozialpädagogik. Im Alter von 25 Jahren wurde sie zur Gemeinderätin in Pliezhausen gewählt. Im Jahr 2000  trat sie den Grünen bei, für die sie seit 2009 im Bundestag sitzt. Sie ist Sprecherin für Arbeitnehmerinnenrecht und ist im Ausschuss Arbeit und Soziales. Ein großes Anliegen ist ihr bei ihrer Arbeit die Gleichstellung von Frau und Mann. Außerdem ist sie Mitglied im Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg. Da der Bundestagsabgeordneten der Austausch mit jungen Leuten sehr wichtig ist und sie dafür wirbt, dass man sich mehr über Wahlprogramme und Politik überhaupt informieren sollte, war es für sie selbstverständlich, an die GMR zu kommen.  Die Neuntklässler wurden ermutigt, ihr Fragen zu stellen.

Natürlich wollten die Schüler/innen von Frau Müller-Gemmeke wissen, warum sie ihr Herz an die Grünen verloren hat. Sie begründete ihre Zugehörigkeit zu den Grünen vor allem damit, dass die Grünen aus der Antiatomkraftbewegung entstanden sind und dass sie die Frauenpolitik mit ihrem Einsatz für Gleichberechtigung schätzt. Sie könnte sich nicht vorstellen, Mitglied einer anderen Partei zu sein, auch wenn sie sich manchmal wünscht, dass ihre Partei noch sozialer sein sollte.

Neugierig waren die Jugendlichen auch über den Tagesablauf der Politikerin. Obwohl sich Frau Müller-Gemmeke für das Arbeitsrecht einsetzt, so hat sie als frei gewählte Bundestagsabgeordnete selbstverständlich keinen Anspruch auf einen 8 Stunden Tag oder ein freies Wochenende. Bestimmt ist es deshalb auch gerechtfertigt, dass sie so gut verdient.

Auch das Thema Brexit, das im Unterricht bereits diskutiert wurde, kam zur Sprache. Frau Müller-Gemmeke beschrieb ihre Fassungslosigkeit, als sie vom Ergebnis der Volksabstimmung in Großbritannien erfuhr. Es sei schwer einzuschätzen, welche Folgen der Brexit haben wird. Außerdem, so schmunzelt sie, sei sie froh, nicht mit dem neuen Außenminister von GB zusammenarbeiten zu müssen.

Ein anderes aktuelles Thema, auf das die Bundestagsabgeordnete angesprochen wurde, war ihre Ansicht zur Flüchtlingskrise. Hier stört sie die Angstmacherei „….sie kommen alle“, die von der AfD und teilweise der Presse betrieben wird. Immerhin seien es nur 1,5 % der 63 Millionen Flüchtlinge weltweit, die bei uns Schutz suchen.  Sie denkt, dass es einiges an Deutschland zu kritisieren gibt, dass es aber ein Glück ist, hier geboren zu sein und keinen Krieg erlebt zu haben.

Der Besuch von Beate Müller-Gemmeke war eine interessante Abwechslung im Schulalltag und wer weiß…? Vielleicht empfängt sie uns ja bei unserer Abschlussfahrt nächstes Jahr im Bundestag?

 

Sarah Ott, 9d

Viola Qunaku, 9d

 



 

 

Bildquelle: Bäuerle

Kofferträger zu sein, ist nicht gerade ein Kompliment. GeoKoffer-Träger zu sein schon. Denn in diesem kleinen Aluminium-Koffer schlummern die 14 wichtigsten Gesteine des Landes Baden-Württemberg, und die repräsentieren eine Milliarde Jahre Erdgeschichte. Wer wäre also ein besserer und würdigerer GeoKoffer-Träger als der Landesvater höchstpersönlich?

So geschehen in Münsingen, auf der Regio-Messe des Landkreises Reutlingen, am Stand des GeoParks Schwäbische Alb. Hierhin lockt es ganz gezielt den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, der im Rahmen seiner monatlichen Reisen durch die Landkreise seines Bundeslandes diesmal den Reutlinger gewählt hat. Fragt sich nur: Besucht der Landesvater Institutionen und Unternehmen vor Ort, oder trifft er sie da, wo sie ohnehin schon sind? Einfache Antwort: die Regio-Messe soll es sein! Hier kann er konzentriert zwei Dutzend der wichtigsten Akteure des Landkreises besuchen und sprechen.

Und dazu zählt natürlich auch der GeoPark Schwäbische Alb. Aber wer gehört als Kooperationspartner seit kurzem zum GeoPark? Natürlich der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg, der ISTE! Beide – GeoPark und ISTE - empfangen den Ministerpräsidenten auch gleich mit reichlich Informationen über ihre künftigen gemeinsamen Pläne, die das Wissen um die Erdgeschichte des Landes und die geologische Bildung von Einheimischen und Touristen auf der Schwäbischen Alb vermehren sollen. So will man etwa Steinbruchführer ausbilden, welche durch ausgewählte Abbaustätten führen und seltene Einblicke in die Erdgeschichte erlauben, aber auch die Nutzung der heimischen Gesteine erklären. Die Weiterbildung von Lehrern, gemeinsame Aktionen am „Tag des Geotops“ oder am „Tag des offenen Steinbruchs“ sollen hinzukommen. Der Ministerpräsident nimmt es zufrieden zur Kenntnis.

Vor allem aber erwarteten den Landesvater Schülerinnen und Schüler der Gustav-Mesmer-Realschule in Münsingen und – zwei Geokoffer. Der Ministerpräsident hat dieses in ganz Deutschland einzigartige multimediale Bildungspaket nicht zum ersten Mal in der Hand. Umso mehr Freude bereitet es ihm denn auch, zwei Koffer mit seiner Unterschrift als Landesvater quasi aufzuwerten. Einen bekommt die Realschule sofort vor Ort - als Spende der Betonwerke Vordere Alb GmbH & Co. KG, deren Geschäftsführer Walter Reiner den Moment auch sichtlich genießt. Nicht jeden Tag spielt der Ministerpräsident persönlich Kofferträger...

Das zweite signierte Exemplar wandert in die Sammlung des ISTE. Dort schlummert es noch, bis es irgendwann den Besitzer wechselt – versteigert für einen guten Zweck. Mit der Unterschrift des Ministerpräsidenten dürfte dieses Exemplar deutlich mehr wert sein als seine „normalen“ GeoKoffer-Kollegen, die allerdings auch schon 680 Euro kosten.

Ministerpräsident Kretschmann lobte denn auch den GeoKoffer als beispielgebendes Lehrmittel; so mache es Spaß, Erdgeschichte kennenzulernen und nachhaltigen Umgang mit den heimischen Bodenschätzen einzuüben. Und dass ISTE und GeoPark Schwäbische Alb nunmehr als Partner zusammenarbeiten, freue ihn ganz besonders. Von dieser Initiative könne das ganze Land profitieren.

Quelle: Pressemeldung Industrieverband Steine und Erden Baden - Württemberg vom 29. April 2015