Am Freitag, den 19. Juli 2019, kam von der 1. Stunde bis zur 3. Stunde das SWR an unsere Schule. Frau Neumann und Herr Hagenauer haben uns zuerst etwas von sich erzählt. Wir erfuhren von Frau Neumann und Herr Hagenauer wo sie arbeiten und was sie im Beruf alltäglich erledigen müssen. Zunächst kam die Frage auf, woher der Name unserer Schule „Gustav – Mesmer“ überhaupt stammt. Natürlich wussten wir über die Geschichte unserer Schule Bescheid. Uns wurden dazu Bücher kurz gezeigt, die seine Pläne der Fahrräder enthielten. Anschließend haben wir ein Arbeitsblatt bearbeitet zu dem Thema „Vertrauenswürdige Webseiten“. Dort handelte es sich um die Glaubwürdigkeit von Webseiten, die im Internet auftauchen. Kurz darauf durften wir mit unseren Laptops von der Schule das Arbeitsblatt mit dem Thema „Nachrichtenerstattung zu Merkel – Dresden“ analysieren. Dazu gab es verschiedene Quellen, wie z.B. Bild online, Facebook Newsfeed, Instagram und viele mehr, zu denen wir recherchieren sollten. Nebenbei mussten wir einen „Wer, wie, warum? – Der Checkbogen“ ausfüllen. Anschließend verglichen wir in der Klasse gemeinsam unsere Ergebnisse. Natürlich konnte man erkennen das manchmal die Webseiten Rechtschreibfehler enthalten hatten und das Datum der Bilder und Webseiten nichtmehr aktuell waren. Am Ende dieser 3 Stunden führten zwei Schüler aus unserer Klasse ein Interview mit dem SWR, dazu wurden ihnen Fragen gestellt. 

                                                                                                                      Kerstin Riedle, 9c

 

Am Donnerstag, 04. April 2019 fand für die gesamte Klassenstufe 9 und für interessierte  SchülerInnen der 10. Klassen die Veranstaltung „Ausbildung hoch 3“ in der Zehntscheuer in Münsingen statt.

Die Moderatorinnen Corinna Brunner (9c) und Marie Schrade (9a) konnten um 18 Uhr zahlreiche SchülerInnen, Eltern, Lehrer, die Vertreter der beteiligten Firmen und Auszubildende begrüßen.

Nach dem Grußwort von Schulleiter Herr Bosch begann die Vorstellung der einzelnen Firmen sowie Kooperationspartner der Gustav-Mesmer-Realschule durch SchülerInnen der Klassenstufe 9. Zu Beginn wurde die Kreissparkasse Reutlingen mit dem Motto „Ausbildung mit Perspektive“ präsentiert: ein kleiner Film, der die Ansprüche von Auszubildenden darlegte, wie zum Beispiel die Nähe zu Menschen und ein gutes Team, unterstrich die Präsentation. Danach wurde die BruderhausDiakonie Buttenhausen vorgestellt. Ihre Aufgabe ist die Teilhabe am Leben für alte Menschen, junge Menschen mit Benachteiligungen sowie für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen durch vielfältige Unterstützungsleistungen zu ermöglichen. Daraufhin folgte die Vorstellung der Walter AG. Diese gilt als Hersteller für Zerspannungswerkzeuge, die mit vielfältigen Ausbildungsangeboten über den Horizont hinausschauen lässt – auch bei Karriere und Weiterbildung. In der darauffolgenden Präsentation über F.K. Systembau GmbH erfuhren die Zuhörer, dass die Geschäftsbereiche wie Hoch- und Ingenieurbau und Schlüsselfertigbau in den Berufen Maurer/Beton- und Stahlbetonbauer ausgeübt werden, als Industriekaufmann/-frau ist man im kaufmännischen Bereich tätig. Anschließend wurde der SamariterStift Grafeneck vorgestellt. Er besteht aus Einrichtungen in der Altenhilfe, Behindertenhilfe und Sozialpsychatrie. Die Stiftung bietet Ausbildungen als Altenpfleger/in, Heilerziehungspfleger/in und mehr. Am Ende wurde die SchwörerHaus KG vorgestellt, die den SchülerInnen über 15 verschiedene Ausbildungsberufe anbietet. Diese unterscheiden sich in Teams, das Team Holz, Team Metall/Elektro, Team Organisation, Team Konstruktion und Team Bau.

Nach den Vorstellungen der Firmen folgte eine kurze Pause, in der die Klasse 9a als Bewirtungsteam tatkräftig mitwirkte und somit zu einem geselligen Informationsaustausch beitrug. Nach der Pause fand eine Fragerunde mit den Azubis und den Ausbildungsleitern statt, in der die wichtigsten Fragen geklärt wurden. Abschließend wurden die SchülerInnen sowie alle anderen Besucher eingeladen, die einzelnen Firmenstände zu besuchen und bekamen somit die Möglichkeit, die offen gebliebenen Fragen persönlich zu stellen.

Es war ein sehr informativer und schöner Abend. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das BORS-Team für die Organisation.

Lisa Kießling & Nadine Treß  (Klasse 9c)

Flüchtlingsdebatte, Parteien, Regierung, Abgeordnete, rot-grün, gelb-schwarz. Alles Schlagworte, die einem täglich um die Ohren pfeifen. Wo passiert Politik, was sind es für Menschen, die unser Land regieren? Berlin ist weit weg, aber Pascal Kober von der FDP war nah da, ein Politiker zum „anfassen“ und Löcher in den Bauch fragen. Die Chance haben wir genutzt. Die beiden Moderatoren Hannah Falk und Finn Eberhardt stellten Fragen, die wir Schüler im Voraus überlegt hatten. Die Politik wurde ihm in die Wiege gelegt, da auch seine Familie bereits politisch sehr aktiv war. Auch er fing klein an. Vom Pfarrer zum Politiker. Es war nie sein Ziel Politiker zu werden, sondern durch seine Reden Menschen zu erreichen. Als er jedoch feststellte, dass einer allein durch seine Reden die Menschen auch in falsche Richtungen treiben könnte, bemühte er sich Abgeordneter zu werden, da er dort auch mit anderen Meinungen konfrontiert wird. Wir erfuhren viel über sein Privatleben und sogar über den normalen Verdienst eines Abgeordneten, der 10.000€ im Monat beträgt. Hört sich viel an, aber wenn man bedenkt, dass Hr. Kober einen 16 Stunden Tag hat, ist dies wohl doch angemessen. Nach dieser erfolgreichen Fragerunde spielten wir das Blitzlichtspiel, indem wir ihm ein Wort nannten, zu dem er nur 3 Sätze sagen durfte. Zum Beispiel bekam er die Stichworte AFD, Russland, Arbeitslosigkeit, Dieselskandale, Flüchtlinge, Trump und Erdogan. Diese Aufgabe löste er sehr souverän, konnte sich jedoch nicht immer an die maximal drei Sätze halten.

Im Allgemeinen stellten wir fest, dass er sehr offen und nicht für seine Partei, sondern von seiner eigenen Meinung sprach. Seiner Meinung nach ist man nur erfolgreich, wenn man sich einsetzt. Nun wissen wir mit den Schlagwörtern besser umzugehen und können uns unsere eigene Meinung bilden. Wir bedanken uns für den Besuch von Herrn Kober und für die kompetente und ehrliche Beantwortung unserer Fragen.

                                                                                                                      Carina Ianucci, 9b

 

 

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Am 29.März 2017 hatten wir, die Klassen 9a und 9c, die Ehre den Landtagsvizepräsident Herr Wilfred Klenk (CDU) im Rahmen der Initiative „Besuch vom Landtag“ zu empfangen. Dabei hatten alle Fraktionen im Landtag die Möglichkeit, ihre Parteien durch einen Abgeordneten in den Schulen zu vertreten. Leider war das Interesse dafür nicht sehr groß. Nur die AFD wurde durch Herrn Stauch vertreten. Um 11 Uhr wurde Herr Klenk er von unserer Schulleiterin Frau Kalbfell und unserem EWG Lehrer Herr Knisel begrüßt. Anschließend haben die zwei Schülerinnen Maraica Hermann und Ilda Tabakovic der Klasse 9c Herrn Klenk und die anwesenden Schüler begrüßt und den Ablauf der zwei Unterrichtsstunden erklärt.

Daraufhin präsentierte Herr Klenk seine Arbeit im Landtag, die Aufgaben eines Vizepräsidenten sowie seine Person. Er leitet hauptsächlich die Debatten im Landtag und zog als Vergleich die Arbeit von Frau Kalbfell heran. Zu seinem Aufgabenbereich gehören demnach auch Tätigkeiten wie sekundenschnelle Entscheidungen zu treffen und sich mit seiner Kollegin, der Landtagspräsidentin  Frau Aras, auszutauschen. Diesen Beruf übt er seit der Landtagswahl 2016 aus. Davor war er fünf Jahre Landtagspräsident. Aber für Politik interessiert er sich schon seit der Schulzeit als Klassensprecher. Danach teilte er uns weitere Informationen über sein Leben mit wie beispielsweise sein soziales Engagement und sein Einsatz im Gemeinderat.

Anschließend folgte eine Fragerunde. Dort stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen, die sie im Unterricht vorbereitet hatten, an die beiden anwesenden Politiker. Dabei stand besonders Herr Klenk als Vizepräsident des Landtags im Fokus. Es wurden Fragen über seine persönlichen Interessen, über die aktuellen Themen wie Flüchtlingskrise, Erdogan, Stuttgart 21 und Feinstaub in Stuttgart gestellt sowie einige private Fragen nach dem Gehalt, Hobbies, etc., die vor allem die Schüler beschäftigten. Die Lehrerinnen und Lehrer waren ebenfalls in so manche heiße „Diskussion“ verwickelt. Wir hatten immer das Gefühl, dass Herr Klenk uns sehr ehrlich, offen und neutral antwortete. Ebenfalls stellte er Themen aus mehreren Perspektiven dar, um uns so manche Frage besser erklären zu können. Oft brachte er den Slogan Weitsicht statt Kurzsicht mit in seine Erklärung hinein, womit er meinte, dass wir vorrausschauend denken sollten beziehungsweise was uns in der Zukunft ebenfalls noch etwas bringt, statt nur auf morgen hinzuarbeiten.
Nach ausführlichen Erklärungen und mehreren Fragen gingen die zwei Stunden wie im Fluge vorbei und das Ende rückte immer näher.

Am Ende traten die zwei Moderatorinnen der Klasse 9c ein letztes mal hervor und Herr Klenk wurde mit einem Geschenk der Schule verabschiedet und wir bedankten uns nochmals herzlich für die ausführlichen Erklärungen sowie für die Zeit die er für uns mitgebracht hatte.
Zum krönenden Abschluss wurde noch ein Foto von Herr Klenk, Herr Stauch und uns Schülern mit Lehrern gemacht. Nach dem offiziellen Teil führten manch Mutige und Interessierte noch ein kurzes Gespräch mit Herr Klenk persönlich.

 

Beate Müller-Gemmeke steht Schüler/innen der GMR Rede und Antwort

Am 18.Juli war Beate Müller-Gemmeke zu Besuch an der Gustav-Mesmer-Realschule und stand den Klassen 9c+d Rede und Antwort.

Normalerweise laden die Schulleitung oder Lehrer/innen Gäste an die Schule ein, doch dieser Besuch kam durch einen Schüler zustande. Enes Sülün (Kl. 9d) knüpfte auf einer Party Kontakte, die zum Besuch der Bundestagsabgeordneten Beate Mülle-Gemmeke führten. EWG Lehrerin Karen Marenke war darüber begeistert und übernahm die restliche Organisation.

Zu Beginn berichtete Frau Müller-Gemmeke über ihren beruflichen Werdegang. So studierte sie nach ihrer Ausbildung als Erzieherin Sozialpädagogik. Im Alter von 25 Jahren wurde sie zur Gemeinderätin in Pliezhausen gewählt. Im Jahr 2000  trat sie den Grünen bei, für die sie seit 2009 im Bundestag sitzt. Sie ist Sprecherin für Arbeitnehmerinnenrecht und ist im Ausschuss Arbeit und Soziales. Ein großes Anliegen ist ihr bei ihrer Arbeit die Gleichstellung von Frau und Mann. Außerdem ist sie Mitglied im Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg. Da der Bundestagsabgeordneten der Austausch mit jungen Leuten sehr wichtig ist und sie dafür wirbt, dass man sich mehr über Wahlprogramme und Politik überhaupt informieren sollte, war es für sie selbstverständlich, an die GMR zu kommen.  Die Neuntklässler wurden ermutigt, ihr Fragen zu stellen.

Natürlich wollten die Schüler/innen von Frau Müller-Gemmeke wissen, warum sie ihr Herz an die Grünen verloren hat. Sie begründete ihre Zugehörigkeit zu den Grünen vor allem damit, dass die Grünen aus der Antiatomkraftbewegung entstanden sind und dass sie die Frauenpolitik mit ihrem Einsatz für Gleichberechtigung schätzt. Sie könnte sich nicht vorstellen, Mitglied einer anderen Partei zu sein, auch wenn sie sich manchmal wünscht, dass ihre Partei noch sozialer sein sollte.

Neugierig waren die Jugendlichen auch über den Tagesablauf der Politikerin. Obwohl sich Frau Müller-Gemmeke für das Arbeitsrecht einsetzt, so hat sie als frei gewählte Bundestagsabgeordnete selbstverständlich keinen Anspruch auf einen 8 Stunden Tag oder ein freies Wochenende. Bestimmt ist es deshalb auch gerechtfertigt, dass sie so gut verdient.

Auch das Thema Brexit, das im Unterricht bereits diskutiert wurde, kam zur Sprache. Frau Müller-Gemmeke beschrieb ihre Fassungslosigkeit, als sie vom Ergebnis der Volksabstimmung in Großbritannien erfuhr. Es sei schwer einzuschätzen, welche Folgen der Brexit haben wird. Außerdem, so schmunzelt sie, sei sie froh, nicht mit dem neuen Außenminister von GB zusammenarbeiten zu müssen.

Ein anderes aktuelles Thema, auf das die Bundestagsabgeordnete angesprochen wurde, war ihre Ansicht zur Flüchtlingskrise. Hier stört sie die Angstmacherei „….sie kommen alle“, die von der AfD und teilweise der Presse betrieben wird. Immerhin seien es nur 1,5 % der 63 Millionen Flüchtlinge weltweit, die bei uns Schutz suchen.  Sie denkt, dass es einiges an Deutschland zu kritisieren gibt, dass es aber ein Glück ist, hier geboren zu sein und keinen Krieg erlebt zu haben.

Der Besuch von Beate Müller-Gemmeke war eine interessante Abwechslung im Schulalltag und wer weiß…? Vielleicht empfängt sie uns ja bei unserer Abschlussfahrt nächstes Jahr im Bundestag?

 

Sarah Ott, 9d

Viola Qunaku, 9d